Partei soll sich für Schwule und Lesben öffnen
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| Dr. Beate Merk (stellvertr. CSU-Vorsitzende) |
Für Überraschungen ist die CSU immer wieder gut. Noch am 07. Juni dieses Jahres äußerte die stellvertr. CSU-Vorsitzende und bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk in einer Pressemitteilung ihrer Ministeriums, dass Ehe und Familie das soziale Herzstück unserer Gesellschaft sind. In einem Interview des "Tagesspiegels" vom 29. Juni 2004 konkretisierte sie ihre Definition von Familie um einiges deutlicher. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, dass homosexuelle Lebenspartnerschaften Steuervorteile wie Verheiratete bekommen, etwa das Ehegattensplitting, antwortete sie: "Das Ehegattensplitting soll Familien entlasten. Lebenspartner bilden keine Familie, im Gegensatz zu Mann und Frau, auch wenn sie keine Kinder haben."
Eine Woche vor dem CSU-Parteitag in München sprach sich Beate Merk nun in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" dafür aus, sich eingehender mit Homosexuellen zu beschäftigen.
Es gebe viele in der Partei, die für die traditionellen Werte und Ziele stünden, sagte Merk laut Vorabmeldung der Zeitung vom Samstag. "Es gibt aber auch noch andere Lebensmuster", fügte sie hinzu. Als Volkspartei müsse die CSU für alle da sein. "Wir müssen auch denen eine politische Heimat, eine stabile Basis geben, die anders denken", betonte Merk. Gerade in den Städten änderten sich die Lebensformen. "Wir müssen uns dem Wandel stellen", appellierte die Politikerin an ihre Parteifreunde.
Unter anderem, so Merk weiter, sei es wichtig sich auch mit den Homosexuellen auseinanderzusetzen. "Ich sehe das differenziert", sagte die Ministerin. Sie unterstütze die materielle Gleichstellung homosexueller Lebenspartner. Restriktiv beurteile sie aber die Adoption von Kindern.
Eine Stellungnahme der LSU liegt noch nicht vor.
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