Irmers Gesinnung
Hans-Jürgen Irmer hat bezogen auf seine Publikationen eine interessante Vergangenheit. So sind Anzeigen gegen ihn wegen reißerischen Artikeln nicht gerade eine absolute Seltenheit. Jüngst wurden die Grünen aktiv und schalteten den Presserat ein, nachdem Irmer meinte, den EU Erweiterungskommisar Verheugen müsse man wegen der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wegen Hochverrats anzeigen. Aber auch schon in der Vergangenheit war Irmer mehrmals aufgefallen durch recht hetzerische Artikel gegen Minderheiten. Seine Nähe zu dem geschassten CDU Bundestagsabgeordneten Hohmann ist nicht nur örtlich, er setzte sich auch vehement dafür ein, dass man dem ehemaligen Rechtsaußen der CDU eine zweite Chance geben müsse. Aus der Hessischen Union ist im Übrigen nichts zu hören oder nachzulesen, wenn es um ihren stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden geht, vielleicht auch aus Angst die von ihm angesprochenen Wähler, die sich eher am rechten Rand des Parteienspektrums befinden dürften, nicht zu verprellen. Lediglich in äußerst krassen Fällen fühlt sich die CDU zu einer Stellungnahme genötigt, in dem Sie darauf verweist, dass auch Landtagsabgeordnete eine von der Hessen CDU abweichende Meinung haben können.
Dass Irmer sich gerne die Parolen der rechtsradikalen Parteien zu Eigen macht belegen Aussagen aus seinem Anzeigenblättchen "Wetzlarer Kurier". Dort hieß es in der Vergangenheit exemplarisch Irmer sei dafür, "das Individualrecht auf Asyl komplett abzuschaffen." weiter in einem Artikel über das Auftreten von Politikern beim CSD in Berlin "Die Abartigkeiten in dieser Republik nehmen immer weiter zu. Beim diesjährigen Schwulenumzug, dem so genannten ,Christopher Street Day` (CSD), war sich Bundestagspräsident Wolfgang Thierse nicht zu schade, die ,Parade` gemeinsam mit Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) anzuführen." oder aber auch der meist zitierte Ausspruch von ihm "Wer nicht pariert, der gehört gegebenenfalls gefesselt oder geknebelt, bis er den Zielort erreicht. Die Humanitätsduselei Menschen gegenüber, die diesen Staat ausbeuten, muss einfach ein Ende haben." (Neues Deutschland, 3.5.2000 , zitiert nach: ARiC Berlin e.V.: Ein deutsches Alphabet).
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