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28.10.2004: Buttiglione

Ablehnung erbost Konservative

Vorwurf: Christen in der EU-Kommission unerwünscht

Wie nicht anders zu erwarten, sind nach Rücknahme der Liste der Kandidaten für die EU-Kommission durch den künftigen Kommissionspräsident Barroso auch die deutschen Christdemokraten und -sozialen sauer. So drängen führende Christdemokraten darauf, dass auch einer veränderten EU-Kommission profilierte Christen angehören. Der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments Ingo Friedrich (CSU) will es nicht hinnehmen, dass die sozialistische Linke den seiner Meinung nach fachlich ausgezeichneten Kommissionskandidaten Rocco Buttiglione nur wegen dessen Bekenntnisses zum Katholizismus abgelehnt hat. Friedrich, der zugleich auch Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU ist, warf den linken Fraktionen eine "unerträgliche Ignoranz gegenüber dem christlichen Glauben" vor.

Der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt (München) erklärte, dass eine anders zusammengesetzte Kommission für Christdemokraten nur dann wählbar sei, wenn sie markante christdemokratische Persönlichkeiten wie Buttiglione umfasse. Zugleich äußerte er, dass bei einer neuen Kommissionsbesetzung unter anderem der Deutsche Deutsche Günter Verheugen wegen einer verfehlten Türkei-Politik weichen solle.

Sichtlich erbost zeigen sich die drei katholischen Bundestagsabgeordneten Norbert Geis und Georg Girisch zusammen mit Martin Hohmann über die Ablehnung des designierten EU-Kommissars Buttiglione durch Sozialisten, Grüne und Liberale im Europa-Parlament. Den Vorgang könne man mit dem Satz umschreiben "Katholiken gehören in die Kirche, aber nicht in die EU-Kommission".

Eingestellt von: Wolfgang Keller
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