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Kultur

17.10.2004: LSF Hamburg

Die LSF sind zu Ende

Die 15. Lesbisch Schwulen Filmtage sind zu Ende. Es war ein Festival, bei dem es viel zu feiern gab: mit seinen 15 Jahren sind die LSF das älteste und eines der erfolgreichsten Filmfestivals überhaupt.

15 Jahre waren denn auch ein guter Grund zum Feiern. Beim Empfang im Malersaal des Schauspielhauses bot das LSF-Team einen Rückblick auf die Geschichte des LSF mit seinen Höhen und Tiefen. Ein weiteres Schmankerl war ein Querschnitt aus 10 Jahren Kurzfilm mit echten schwulen und lesbischen Film-Perlen.

Was macht die Filmtage so erfolgreich? Robin Spätling beantwortete diese Frage so: "In den letzten Jahren waren die Filmtage immer wieder gezwungen, sich zu verändern. Wir haben es geschafft, uns anzupassen"

Und das Publikum dankt es dem Team. Die Kinos waren voll wie nie, die Stimmung war ausgezeichnet. Zusammen mit der Nachtbar, der Bar, die es nur zu den Filmtagen gibt, hatte das Publikum eine Vielzahl an Möglichkeiten, das volle cineastische Spektrum mit Kultur, Schnack, Diskussion und Entspannung zu verbinden.

Zahlen und Fakten

Die diesjährigen Filmtage erreichten ein Besucherplus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt besuchten 9100 Zuschauer die 51 Kinovorstellungen, von denen 13 komplett ausverkauft waren. Zusammen mit den Rahmenveranstaltungen kommen die Filmtage auf eine diesjährige Gesamtbesucherzahl von 12 400 Menschen.

Die URSULA für den besten lesbischen Kurzfilm ging an: "Little Black Boot" von Colette Burson aus den USA. Die URSULA für den besten schwulen Kurzfilm bekam "Mama's boy" von Katarina Launing aus Norwegen.

Die EUROLA für den besten europäischen Langfilm und die GLOBOLA für den besten außereuropäischen Langfilmwerden beim "Nachbeben" vergeben (siehe unten).

Metropolis wird abgerissen

Doch es gibt nauch Trauriges zu berichten: während der Filmtage kam heraus, dass das Metropolis, das Filmtage-Urkino von Anfang an zugunsten einer Einkaufspassage abgerissen wird. Aber es gibt offenbar Pläne, das Kino wieder zu erichten und das Kino im Original wieder aufzubauen.

Somit werden die Filmtage sich für die Zeit des Ausfalls des Metropolis eine neue Location suchen müssen.

Gabylon

Zusammen mit dem Festival endet auch die Nachtbar mit dem Motto "Experience the Gabylon". In diesem Jahr wurde in der ehemaligen Frauenkneipe gefeiert.

Und den Besuchern konnte es wahrlich nicht langweilig werden: mit Musik, Vorstellungen von Filmemachern auf dem Talk -Sofa, einem eigenen Fotostudio, einer Bastel- und Malecke sowie einer Ausstellung hatten die Gäste ein breites Spektrum an Angeboten, die die Nachtbar sehr kurzweilig machten.

Nachbeben...

Das Festival ist zuende, aber noch lange nicht vorbei. Am kommenden Sonntag, dem 24. Oktober, findet um 21:15 Uhr im Metropolis das Nachbeben ("Das Beste vom Fest!") statt.

Beim traditionellen Nachbeben werden wir dieses Jahr nicht nur die Gewinner der Wettbewerbe EUROLA und GLOBOLA feiern, sondern ebenso einen Beitrag aus dem Made-in-Hamburg-Programm küren – einen hanseatischen Überraschungspreis inklusive.

Außerdem lohnt sich der Besuch der Gabylon-Seiten, denn dort werden in den nächsten Tagen die Bilder des Fotostudios veröffentlicht.

Eingestellt von: Oliver Hoogvliet
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