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Aktuell

01.10.2004: News Updates in Kürze

Updates als Kurznews

St. Pöltens Bischof Krenn muss gehen

Ex-Bischof Krenn
Ex-Bischof Krenn

Dem in Österreich sehr umstrittenen Bischoff Krenn haben die Skandale in seinem Priesterseminar in St. Pölten Kopf und Kragen gekostet. Er wurde vom Vatikan aufgefordert seinen Posten zu räumen. Dieser Aufforderung kam er nun zähneknirschend nach. Damit kann der Skandal um die "Pädobilder" auf einem Rechner im Priesterseminar St. Pölten erst einmal in der katholischen Kirche abgeschlossen werden.

Der Bischof hatte alle Vorfälle in St. Pölten stets versucht herunterzuspielen. Der katholischen Kirche waren dann aber die aufgetauchten Bilder von Seminarteilnehmern in schwulen Posen samt der Pädo-Bilder auf dem Rechner im Priesterseminar Grund genug, das Seminar zu schließen und den seit seiner Weihe umstrittenen Bischof aufs Abstellgleis zu schieben.

Spanien vor der Homoehe

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero
Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero

Heute beschloss das Kabinett in Spanien ein neues Gesetz, wonach schwule und lesbische Beziehungen ab dem nächsten Jahr durch einen Zivilpakt geregelt werden können, der sich von einer Heteroehe in nur ganz wenigen Punkten unterscheidet. Damit ist Spanien nach den Niederlanden und Belgien das dritte Land in der EU, dass eine weitegehende Gleichstellung von Hetero- mit "Homoehen" praktiziert. Die katholische Kirche ist dementsprechend entsetzt und spricht von einem Virus für die Gesellschaft. Man würde zwar nicht zu Demonstration aufrufen, beteiligen würde man sich an solchen allerdings schon.

Die Regierung kann dies allerdings egal sein. Laut Umfragen in Spanien befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung eine Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe. Da kann man als deutscher Homosexueller nur neidvoll den Spaniern gratulieren.

USA - Abgeschmettert

Capitol Washington
Capitol Washington

Eine empfindliche Niederlage mussten die Republikaner mit dem Versuch die Ehe als ausschließliche Verbindung zwischen Mann und Frau in die Verfassung der USA aufzunehmen hinnehmen. Die erforderliche 2/3 Mehrheit konnte im Repräsentantenhaus nicht erreicht werden. Bereits vor diesem hatte der Senat die Vorlage nicht angenommen.

Während die Opposition erklären lies, dass man eine Diskriminierung nicht in die Verfassung aufnehmen wolle und werde, sprachen die Konservativen von der Ehe als "DNA" der Gesellschaft. Damit ist der Versuch des Präsidenten Georg W. Bush gescheitert, Entscheidungen wie die in Massachusetts - hier wurde die Ehe zwischen Menschen gleichen Geschlechts seitens des Verfassungsgerichtes erlaubt - durch einen Verfassungszusatz in Zukunft zu verhindern.

Eingestellt von: Stefan Reck
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