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| Justizsenator Roger Kusch (CDU): auf der Abschussliste seiner eigenen Partei? |
Die Homosexualität des Senators Roger Kusch wird offenbar zum Politikum. Das "Hamburger Abendblatt" berichtet in ihrer Ausgabe vom 30.9.: Roger Kusch "macht es seinen Parteifreunden wirklich nicht leicht. Da war Justizsenator und Christdemokrat Roger Kusch (50) monatelang politisch abgetaucht - jetzt ist er wieder da und sorgt sofort für reichlich Ärger und Missstimmung in der CDU.
Eigentlich wollte sich Jurist Kusch [...] in einem "Focus"-Interview für die rechtliche Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare mit Eheleuten einsetzen. Doch Kusch ließ sich dazu in seiner Wohnung fotografieren - vor dem Bild eines nackten Mannes, das ihn selbst darstellen soll. Für die christdemokratische Seele [...] ist das ein bisschen viel Provokation."
Nun wird die Luft dünn, denn Kuschs Stand in der Bürgerschaftsfraktion ist nicht sehr hoch. Ihm fehlt die Verankerung in der Partei, viele haben es als Bevormundung angesehen, dass von Beust seinen Studienfreund als Sicherheitsberater vor dem Wahlkampf 2001 nach Hamburg holte.
Die Berufung zum Senator passte etlichen ebenso wenig. Seither hat Kusch zu wenig getan, um das Verhältnis entscheidend zu verbessern.
Noch ein Meisterstück war die Personalpolitik des Justizesenators, die zwar vor den Untersuchungsausschus kam, jedoch wegen der Neuwahl nie abschließend untersucht wurde.
Ob Kusch, der nicht erst seitdem "die lächelnde Guillotine" genannt wird, sich noch lange halten kann, hängt ausschließlich vom Bürgermeister von Beust ab: sollte dieser seinen eigenen Ruf gefährdet sehen, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis Kuschs Kopf rollt....
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