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23.08.2007: Gedenken

„Homo-Monument“ für München?

Zum Erinnern und Gedenken an die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus

Rosa Liste München
Rosa Liste München

Der Münchner Stadtrat hatte auf Initiative der SPD 2006 beschlossen, dass zur 850-Jahr-Feier 2008 in einer neuen Form im öffentlichen Raum an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden soll. Dabei wurde ein Diskurs mit der Stadtgesellschaft ausdrücklich gewünscht. Deshalb möchte die lesbisch-schwule Community mit HistorikerInnen und PolitikerInnen ins Gespräch kommen:
über den Stand der Ausschreibung; über die Vorstellungen des Stadtrats; über die Berücksichtigung und Benennung der schwulen und lesbischen Opfer; über Täter- und Opfer-Orte; über die Beteiligung der Community für die Jury-Entscheidung etc.

Rosa Liste München lädt deshalb zur Diskussionsveranstaltung ein:
„Homo-Monument“ für München? Zum Erinnern und Gedenken an die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus,
Dienstag, 18.September, 20 Uhr
Volmarhaus, Oberanger 38

An der Diskussion nehmen teil:
Michael Leonhart, stellv. Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
Siegfried Benker, kulturpolit. Sprecher der Fraktion Bündnis90/Die Grünen- rosa liste
Marian Offmann, Kultur-Stadtrat der CSU
Thomas Niederbühl, Kultur-Stadtrat der rosa liste
Albert Knoll, Historiker, Forum Homosexualität und Geschichte
Claudia Schoppmann, Historikerin und Autorin (angefragt)
Moderation: Rita Braaz

Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa Liste, dazu: „Die Münchner Erinnerungskultur an die Opfer des Nationalsozialismus hat bisher lesbische und schwule Opfer einfach totgeschwiegen. Mit dem geplanten Kunstwerk soll endlich erstmals auch an die homosexuellen Opfer erinnert werden. Wie das geschehen soll, ist aber immer noch offen. Deshalb wird sich die Community frühzeitig am erwünschten Diskurs der Stadtgesellschaft beteiligen. Schließlich sollen die schwulen und lesbischen Opfer auch explizit genannt und eine Relativierung von Opfergruppen vermieden werden. Auch eine konfliktreiche Kontroverse wie beim Berliner Homosexuellen-Mahnmal ließe sich dann von Anfang an vermeiden.“

Eingestellt von: Wolfgang Burkhard
Druckversion des Artikels (*PDF)

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