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Deutschland

27.05.2007: Homophobie im Fußball

Stuttgarter Junxx treffen Claudia Roth

Claudia Roth: "Freue mich, dass der DFB das Thema Homophobie im Fußball angeht"

Claudia Roth, Grünen-Bundesvorsitzende und Daniel Mouratidis, Grünen-Landesvorsitzender Baden-Württemberg mit den Stuttgarter Junxx
Claudia Roth, Grünen-Bundesvorsitzende und Daniel Mouratidis, Grünen-Landesvorsitzender Baden-Württemberg mit den Stuttgarter Junxx
Foto: Stuttgarter Junxx

Der 1. offizielle schwul-lesbische VfB Stuttgart-Fanclub STUTTGARTER JUNXX hat beim DFB-Pokalfinale die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth und den baden-württembergischen Landesvorsitzenden Daniel Mouratidis getroffen.

Vor dem Finalspiel im Berliner Olympiastadion betonte Claudia Roth, wie wichtig es sei, das Problem Homophobie im Fußball stärker zu thematisieren. "Ich bin schon seit längerem mit DFB-Präsident Theo Zwanziger im Gespräch und freue mich, dass es jetzt endlich konkrete Bemühungen seitens des DFB gibt", sagte Roth. So sind die STUTTGARTER JUNXX am 23. und 24. Juni zum DFB-Fankongress nach Leipzig eingeladen, wo unter anderem Homophobie im Fußball auf der Agenda stehen wird.
Claudia Roth ist Ehrenmitglied beim schwul-lesbischen Fanclub von Hertha BSC Berlin, den HERTHA-JUNXX.

Der baden-württembergische Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Daniel Mouratidis, unterstützt den Fanclub in seinem Anliegen, das homophobe Klima im deutschen Fußball zu verbessern. Er kündigte an, Mitglied bei den STUTTGARTER JUNXX zu werden.

"Wir freuen uns sehr, dass mit Daniel Mouratidis nun auch ein grüner Politiker Mitglied bei den SUTTGARTER JUNXX ist. Das zeigt, dass wir über die parteipolitischen Grenzen hinweg viel Unterstützung erhalten", sagte Vorstand Christian Deker. Die Stuttgarter SPD-Bundestagsabgeordnete Ute Kumpf und der CDU-Gemeinderat Alexander Kotz sind schon einige Zeit Mitglied bei den STUTTGARTER JUNXX. "Als Fanclub wollen wir uns jenseits von parteipolitischen Grenzen in die öffentliche Debatte einmischen", sagte Deker.

Die STUTTGARTER JUNXX wollen seit ihrer Gründung vor zweieinhalb Jahren darauf aufmerksam machen, dass Fußball und Homosexualität keinen Widerspruch darstellen. Denn wohl nirgendwo in unserer Gesellschaft ist die Umgebung noch so homophob wie in einem Fußballstadion. Der Fanclub hat inzwischen 43 Mitglieder und ist seit Februar 2005 vom VfB Stuttgart als offizieller Fanclub anerkannt.

Durch die Berichterstattung in verschiedenen Medien wurde die Öffentlichkeit auf die Belange und Nöte homosexueller Fans und Fußball-Profis aufmerksam. Die Zeit für das persönliche Outing eines Profis ist allerdings noch nicht gekommen. Die schwul-lesbischen Fanclubs wollen dazu beitragen, dass ein offeneres und tolerantes Klima in den Fußballstadien herrschen wird und auch ein Fußballprofi heutzutage offen sagen kann: „Ich bin schwul und das ist auch gut so!“

Eingestellt von: Wolfgang Keller
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