"Homosexualität ist Gegebenheit der Schöpfung Gottes."
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| Pfarrer Meinhard Schumacher (Altkatholische Kirche) |
Erfreuliches gibt es von der katholischen Kirche zu hören. Wer aber gemeint hat von der römisch-katholischen Kirche - weit gefehlt! Die Rede ist von den Altkatholiken.
In der vergangenen Woche wurde die erste Beziehung eines lesbischen Paares in Tirol (Wo auch sonst!?) kirchlich gesegnet. Der sie trauende Pfarrer Meinhard Schumacher meinte dazu: "Die Altkatholische Kirche erkennt gleichgeschlechtliche Beziehungen an, auch wenn das Sakrament der Ehe nur für die Verbindung von Mann und Frau, welche auf Kinder ausgerichtet ist, möglich bleibt."
Ablehnende Bibelstellen - wie so oft von den Schäflein Papst Johannes Paul II. an dieser Stelle gerne in den Vordergrund gerückt - will Schumacher nicht gelten lassen. "Man muss auch die Bibel im heutigen Lichte der Psychologie und Humanität betrachten." Die ablehnende Haltung gleichgeschlechtlichen Beziehungen gegenüber, vor allem von Seiten der römisch-katholischen Kirche, sieht er in bloßer Tradition begründet. In einer Synode der altkatholischen Kirche wurde bereits 1997 Homosexualität "als Gegebenheit der Schöpfung zur Kenntnis genommen".
Das Sakrament der Ehe sieht er ebenfalls Mann und Frau vorbehalten. Doch könnten trotzdem "homosexuelle Partnerschaften - so wie alle Lebens- und Hausgemeinschaften, die auf Dauer angelegt sind - von der altkatholischen Kirche auch gesegnet werden".
Der altkatholische Bischof Bernhard Heitz äußerte in diesem Zusammenhang, dass die altkatholische Kirche die Sexualität als eine Gabe Gottes und lebenslange Aufgabe in Verantwortung und Rücksichtnahme anderen gegenüber betrachte.
Das sollten sich die Brüder und Schwestern der römisch-katholischen Kirche in einer ruhigen Minute mal durch den Kopf gehen lassen.
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