Gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht diskriminieren
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| Heinz Fischer (Österreichischer Bundespräsident) |
Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer hat sich am Dienstag erstmals zum Thema Gleichstellung für homosexuelle Paare geäußert und sprach sich in diesem Zusammenhang für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aus. Fischer betonte, die gesellschaftliche Entwicklung sei in den vergangenen Jahren weiter gegangen "und der Konsens wird breiter, dass man gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht diskriminieren darf und dass man Menschen auch die Möglichkeiten geben sollte, in dieser Form füreinander da zu sein und zusammenzuleben".
Dazu sei es aber notwendig, diverse Barrieren, die es noch gebe und die von den Betroffenen als Diskriminierung empfunden würden, schrittweise zu beseitigen, so Fischer weiter. Auch in anderen europäischen Ländern sei diese Frage schon intensiv diskutiert und es seien Fortschritte gemacht worden. Österreich dürfe hier nicht zurückbleiben.
Fischer betonte zudem, dass er keine Diskriminierung von Ehe und Familie von Personen unterschiedlichen Geschlechts erkennen könne, wenn man die Lebensbedingungen für gleichgeschlechtliche Paare verbessere.
Fischer präzisierte später allerdings: "Es geht nicht um die Homosexuellen-Ehe, denn durch die Verwendung des Begriffes 'Homosexuellen-Ehe' wird das Problem unnötig aufgeladen und auf eine falsche Ebene geschoben. Mein Standpunkt ist, dass man Menschen, die eine gleichgeschlechtlich orientierte Beziehung haben, die auf Dauer angelegt ist, die auf gegenseitige Lebensgemeinschaft und Unterstützung angelegt ist, von Diskriminierungen befreien muss und dieser Lebensform auch gleichwertige Entfaltungsmöglichkeiten geben muss."
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