FPÖ in der Frage gespalten
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| FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch |
Im Gegensatz zu Mainoni blieb FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch am Montag gegenüber dem "Standard" bei einem Nein zur Homo-Ehe: Zu einer Gleichstellung in Form einer Legalisierung von Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern inklusive Adoptionsrecht werde es von Seiten der FPÖ "sicher keine Zustimmung geben".
Seiner Meinung nach gebe es genügend privatrechtliche Möglichkeiten eventuelle rechtlich auftretende Nachteile zu beseitigen. Arbeitsgruppen, wie sie von der ÖVP vorgeschlagen wurden, sieht Scheuch nicht als negativ. Entscheidend werde aber sein, mit welcher Haltung man dort hineingehe. "Ich bin davon überzeugt, dass die wirklichen Probleme dieser Paare formalrechtlich zu klären sind. Ich glaube aber auch, dass die Diskussion nicht emotional geführt werden sollte", so Scheuch.
Angesprochen auf die Diskussion zur Homo-Ehe innerhalb der ÖVP mutmaßte Scheuch, dass es sich hier um eine Sommerdiskussion handle oder die ÖVP befinde sich zunehmend in einer Kehrtwende in Richtung links der Mitte.
Ganz anders hierzu die Meinung Mainonis: "Immerhin diskutiert die ÖVP darüber, wenn auch sehr kontroversiell. Ich würde mir wünschen, dass endlich auch in der FPÖ eine Debatte darüber in Gang kommt." Die Freiheitlichen sollten diesen gesellschaftlichen Wandel nicht verschlafen, sondern einen Beitrag liefern.
Der ehemalige Justizminister und nunmehrige FPÖ-Justizsprecher Dieter Böhmdorfer lehnt eine Homosexuellen-Ehe oder einen Zivilpakt dafür ab. Für Böhmdorfer ist eine Differenzierung zwischen heterosexuellen und gleichgeschlechtlichen Paaren gerechtfertigt. Die Forderung "gleich viel Recht für gleich viel Liebe" ärgert Böhmdorfer: "An der Liebe wird niemand gehindert. Es geht ums Geld".
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