Fortschritte angemahnt
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| CSD Augsburg |
Zehn Tage lang feierte die die schwul-lesbische Gemeinde in Augsburg ihren 9. CSD. Den Auftakt bildete eine Preview-Party im Kerosin, bei der erstmals ein Contest um die Mrs. Lesbian und den Mr. Gay Augsburg ausgetragen wurde. Auch Kultur stand wieder auf dem Stundenplan. Im CinemaxX wurde der Film Transamerica von Duncan Tucker (USA 2005) gezeigt. Das Kabarett-Duo Tina Häusermann und Fabian Schläper gaben im Abraxas ihre Produktion Spieltrieb zum Besten.
Der CSD-Samstag begann traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst. Dieser fand erstmals in der evangelischen Annakirche statt, nach dem die römisch-katholische jegliche Gottesdienste im Zusammenhang mit den CSD's verboten hatte. Die Gottesdienstbesucher nahmens gelassen.
Das anschließende Straßenfest auf dem Moritzplatz wurde eröffnet von der Gruppe Sambamania. Stefan Müller moderierte den Nachmittag.
In Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert begrüßte Sozialreferent Dr. Konrad Hummel die Gäste. Er pries Augsburg als tolerante und weltoffene Stadt. Die politischen Forderungen formulierten Miriam Gruß MdB (FDP), Christine Kamm MdL (Bündnis 90 / Die Grünen) und Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl. Von allen Rednern wurde die völlige Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe gefordert. Die jetzige Regelung lege den Lebenspartnern eine Menge von Verpflichtungen auf, gebe ihnen aber kaum Rechte. Auch die erneute Abwesenheit des Stadtoberhauptes wurde kritisiert. Thomas Niederbühl thematisierte auch die homophobe Einstellung der römisch-katholischen Kirche.
Auf der Bühne gaben dann Olli meets Lothar einige ihrer Songs zum Besten und als DJ fungierte NT aus der Kantine.
Infostände verschiedener Gruppen und Vereine gehörten ebenfalls zum Nachmittag wie ein Gastrobereich. Die offizielle CSD-Party mit besonderer Dekoration und vielfältiger Musik beschlossen den Tag bzw. die Nacht.
Am Sonntag durfte natürlich der CSD-Brunch in der Aidshilfe nicht fehlen.
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