"Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft - Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit"
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Erstmals wird in den Räumen des Deutschen Bundestags, im Paul-Löbe-Haus, die Verfolgungsgeschichte der Homosexuellen in der NS-Zeit mit Bild und Text sichtbar gemacht. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" begrüßen die am 05. April 2006 eröffnete Ausstellung nachdrücklich. Der Bundestag leistet damit einen wichtigen Beitrag, die Verfolgung der Homosexuellen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu tragen.
Die Ausstellung kommt genau zur richtigen Zeit. Der künstlerische Wettbewerb für das in Berlin geplante Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wurde vor kurzem entschieden. Jetzt muss zügig die Realisierung folgen. Der Bundestag hat die Errichtung des Denkmals für die verfolgten Homosexuellen 2003 beschlossen. Es soll die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten und ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen.
Die Ausstellung liefert für die Diskussion des Denkmalprojektes wichtiges historisches Hintergrundwissen. Sie wird nach der Präsentation im Bundestag im Rahmen der Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse für das Denkmal in der Berliner Akademie der Künste erneut gezeigt (Start: 02. Mai 2006). Der Dank der Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" und des LSVD gilt insbesondere dem Projekt Rosa Winkel des Kulturrings in Berlin, das die Ausstellung "Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft" gestaltet hat.
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