Prof.Dr. Paul Kirchhofs Thesen
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| Prof. Dr. Paul Kirchhof |
Der ehemalige Bundesverfassungsrichter sprach sich in mehreren Artikeln nicht nur gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben aus. Er war und ist einer der größten Kritiker gegen der Homoehe und des Antidiskriminierungsgesetzes. Da wundert es kaum, dass die ultrakonservativen Kirchenkreise jubeln.
Er ist ein strikter Verfechter der getrennt-geschlechtlichen Ehe und sieht in der Homoehe nicht nur eine Benachteiligung der Ehe und Familie, sondern der Heterosexualität an und für sich. Für ihn ist eine Ehe auch dann nur eine richtige und schützenswerte Ehe, wenn diese nicht kinderlos bleibt. In einem Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung sagte er "Jede Gemeinschaft, die nicht potentiell nach dem freien Willen der Beteiligten eine Gemeinschaft zum Kind ist, mag eine legitime Gemeinschaft sein, aber sie ist niemals ein Gegenstand des besonderen Schutzes von Ehe und Familie". In einem Interview mit der Zeit heißt aus dem Jahr 2001 heißt es "Wer sich allein des Berufes wegen gegen ein Kind entscheidet, sollte sorgfältig bedenken, ob er damit nicht seiner Biografie einen weniger glücklichen Verlauf gibt". Das heißt im Umkehrschluss, dass der Jurist sich ausnahmslos für die Hausfrauenehe ausspricht. Wahrlich ein Fortschritt in unserer Gesellschaft. Solche Thesen hört man sonst eher aus dem Vatikan.
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