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CSD

04.07.2004: CSD

CSD in Köln und Altötting

Zwei Städte, zwei CSD's. In Köln hat die CSD Saison ihren Höhepunkt erreicht.

Cologne-Pride
Cologne-Pride

Wie in den Vorjahren gingen wieder hunderttausende Schwule und Lesben auf die Straße. 30.000 Demonstranten und 800.000 Zuschauer (laut Veranstalter) säumten die Straßen in der Domstadt am Rhein. Bei etwas kühlen Temperaturen waren es etwas weniger als in den Vorjahren, was der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Das diesjährige Motto "Weg mit den Mogelpackungen" behandelt die Diskrepanz zwischen offiziellen Floskeln und der Wirklichkeit, wenn es um schwullebische Lebensweisen geht, sei es nun in der Kirche, der Politik oder in den Medien. Insbesondere die bisherige Tatenlosigkeit der Bundesregierung in Bezug auf Lebenspartnerschaften sollte damit angekreidet werden. Darauf scheint die Bundesregierung (siehe aktuelle Meldungen) rechtzeitig vor dem CSD reagiert zu haben. Offiziell eröffnet wurde das Pridewochenende am Freitag von OB Schramma (CDU) auf dem Heumarkt. Am gleichen Abend fand eine Benefizgala zu Gunsten der Kölner Aidshilfe statt. Am Samstagmorgen überreichte Klaus Wowereit (Bürgermeister von Berlin) Rita Süssmuth die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW für ihr außerordentliches Engagement für die Aidshilfen (nicht nur in NRW).

Altötting feiert ruhig

Claudia Roth (CSD 2003)
Claudia Roth (CSD 2003)

In Altötting hingegen wurden ca. 500 Demonstranten gezählt (ohne die Gegendemonstranten). Die Stimmung war entgegen vieler Erwartungen sehr gut. Die Demonstranten am Straßenrand waren dann auch mehr oder weniger ein Grund mehr, um die politichen Forderungen des CSD's in Altötting zu unterstreichen. Die im Vorfeld geäußerten Befürchtungen (Gewalttätigkeiten gegen Demonstranten) blieben aus. Der Organisator Thomas Grahammer war dann auch sichtlich erfreut über die Resonanz. Insgesamt war die Veranstaltung weit weniger provokativ, als von allen Gegnern angenommen. Die katholische Kirche in Form des Eichstätter Bischofs Walter Mixa und der bayrische Ministerpräsident Stoiber brachten im Vorfeld des Altöttinger CSD's zum Ausdruck, was Sie von gleichen Rechten von schwulen und lesischen Lebenspartnerschaften halten. Beide sehen in der Homoehe anscheinend noch immer einen Angriff auf die Heteroehe. Prominente Sprecherin auf dem CSD in Altötting war die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt Claudia Roth (ehemalige Parteivorsitzende der Bündnis 90 / Grünen). Das sechsstündige Bühnenprogramm wurde unter anderem durch die Gruppe 37.5 ° aus Regenburg, sowie durch die "d'Schwuhplattler" bereichert.

Eingestellt von: Stefan Reck
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