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02.03.2010: Hassmusik

Keine homophoben Botschaften von Sizzla mehr

Hasssänger verliert seinen deutschen Konzertmanager

Hass-Sänger Sizzla
Hass-Sänger Sizzla

Der homophobe Hasskünstler Sizzla verliert seinen deutschen Konzertmanager, nachdem er sich erneut homophob geäußert hat. Dazu erklärt Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen:

Es war höchste Zeit, dass Klaus Maack und seine Agentur „contour-music“ sich von Sizzla und seinen homophoben Sprüchen distanzieren. Wer in Jamaika und anderswo zu Mord und Gewalt gegen Minderheiten aufruft, darf mit seiner Musik in Deutschland kein Geld verdienen. Es ist zu begrüßen, dass diese Einsicht sich nach und nach auch bei den Konzertveranstaltern und Clubbetreibern durchsetzt.

Miguel Collins, alias „Sizzla“, hatte sich in einem Interview in Zimbabwe erneut vom Reggae Compassionate Act distanziert. Er könne nicht aufhören, „diese Lieder zu spielen, da die Botschaft darin von den Menschen gehört werden müsse.“ Die erneuten Entgleisungen haben das Fass zum überlaufen gebracht. Allerdings: wer hören und sehen wollte, konnte die menschenverachtenden Thesen Sizzlas schon lange erkennen. Noch vor einer Woche hatte Klaus Maack in einer Podiumsdiskussion im Berliner Kesselhaus seinen ehemaligen Schützling verteidigt. Ich hoffe, dass der Konzertveranstalter seinen Maßstab nun konsequent durchhält und auch auf die Zusammenarbeit mit anderen homophoben oder rassistischen Künstlern verzichtet.

Eingestellt von: Wolfgang Keller
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