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11.02.2009: Homophobie im Fußball

Maßnahmen gegen Homophobie im Fußball

DFB-Aktion gegen Homophobie

Queer Football Fanclubs (QFF)
Queer Football Fanclubs (QFF)

In der vergangenen Woche fand in Frankfurt ein Treffen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den schwul-lesbischen Fanclubs (QFF), der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) und dem Come-Together-Cup statt. In konstruktiver Atmosphäre tauschten sich die Beteiligten auf Einladung des DFB einen Tag lang über konkrete Maßnahmen und Projekte des DFB gegen Homophobie im Fußball aus.

Dabei erarbeiteten Helmut Spahn, der Sicherheitsbeauftragte des DFB, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DFB-Abteilung Prävention und Sicherheit, Tanja Walther-Ahrens (EGLSF), Christian Deker (QFF) und Andreas Stiene (Come-Together-Cup) zwölf mögliche Maßnahmen und Projekte, von denen der DFB in nächster Zeit möglichst viele umsetzen will.

Der DFB will zum Beispiel Vereins- und VerbandsmitarbeiterInnen dazu anhalten, sich öffentlich gegen Homophobie zu positionieren. Stadionsprecher, Fanbeauftragt e und Sicherheitsbeauftragte sollen stärker für das Problem Homophobie sensibilisiert werden. Im täglichen Arbeitsablauf soll das Thema Homophobie in den DFB-Gremien angesprochen werden.

Die Schulungsunterlagen für Trainerinnen und Trainer sollen entsprechend ergänzt werden. Außerdem soll die Ausstellung „Gegen die Regeln – Schwule und Lesben im Sport“ im DFB-Umfeld gezeigt werden, zum Beispiel beim nächsten DFB-Bundestag.

Fest zugesagt hat der DFB eine Aktion gegen Homophobie im Rahmen eines Länderspiels unter Beteiligung des Fanclubs Nationalmannschaft. Außerdem will der DFB zur FARE-Aktionswoche im Oktober 2009 seine bundesweite Aktion in Zusammenarbeit mit QFF und der EGLSF der Homophobie in den Stadien widmen. Zur Frauen-WM 2011 sind ebenfalls Aktionen angedacht.

“Natürlich können diese Projekte nur der Anfang sein”, sagt Christian Deker, Sprecher der schwul-lesbischen Fanclubs. “Aber Homophobie ist auch kein Phänomen, das man von heute auf morgen beseitigt.” Der DFB habe sein Gesprächsangebot mehr als eingelöst, sagt Deker weiter. "Wenn der DFB nur ein Drittel der Projekte tatsächlich verwirklicht, ist das schon beachtlich. Wichtig ist, dass es der DFB nicht bei guten Worten belässt."

Eingestellt von: Wolfgang Keller (Würzburg)
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